Das Labyrinth der Wörter

Autoren
Übersetzer
Claudia Kalscheuer
Verlag
Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv)
Anspruch
4 von 5
Humor
4 von 5
Lesespaß
5 von 5
Schreibstil
5 von 5

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Zusammenfassung zu “Das Labyrinth der Wörter”

Der stämmige, grob wirkende Germain hat keine großen Erwartungen an das Leben. Seine Mutter betrachtet ihn seit jeher als Taugenichts, er hat nichts Wirkliches gelernt und geht Gelegenheitsjobs nach. Mit Literatur und im Grunde mit Büchern im Allgemeinen kann er nicht viel anfangen, denn er glaubt nicht dass das Lesen ihm etwas bringen würde.

Um sich die Zeit zu vertreiben, sitzt er gern im Park auf einer Bank und zählt die Tauben. Eines Tages sitzt auf dieser Bank eine betagte Dame, die ebenfalls die Tauben zählt und mit Germain darüber ein Gespräch beginnt. Aus Höflichkeit unterhält sich Germain etwas mit der seltsamen Margueritte, deren Herz für Literatur schlägt und die auch an diesem Tag ein Buch bei sich trägt: „Die Pest“. Sie schafft es mit ihrer voruteilsfreien, freundlichen Art Germain geschickt für Geschichten zu begeistern und ihm die Welt der Bücher zu eröffnen. Sie schenkt ihm ein Lexikon, damit er nachschauen kann was Wörter bedeuten. So ein Geschenk hat er noch nie bekommen und weiß zu Beginn nicht so recht was er davon halten soll. Nach und nach merkt Germain, dass die Fähigkeit zu Lesen und zu Verstehen den Alltag und sein eigenes Denken weit mehr beeinflusst als er je gedacht hätte. In Margueritte findet er jemanden, der ihn nicht für einen Dummkopf hält und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen dem ungleichen Paar.

Wichtige Charaktere

  • Germain Chaze
  • Margueritte

Zitat

„Wenn der Vater einfach geschrieben hätte: Herein, ich habe mich erschossen, so wie bei Albert Camus, wäre dem Kleinen wenigstens die Überraschung erspart geblieben. Man kann nicht immer an alles denken.“

Trailer zum Film

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Persönliche Bewertung

Eine Ode an die Bedeutung der Sprache und Wörter. Zum Schmunzeln und nachdenklich werden!

5 von 5

Ein herrliches Buch! Wer Freude an Sprache und dem geschriebenen Wort hat, wird über dieses Buch sicher genauso Schmunzeln und Grübeln wie ich. Trotz tiefgründiger Thematik kommt die Geschichte um Germain und seinen Analphabetismus leichtfüßig, an vielen Stellen auch witzig, daher.

Fazit

Ein Buch für die Seele, das Herz, den Kopf. Liebevoll geschriebener Roman, der zu Recht verfilmt wurde.

Originaltitel
La tête en friche
ISBN10
3423212845
ISBN13
9783423212847
Dt. Erstveröffentlichung
2010
Taschenbuchausgabe
224 Seiten