Billy Bibber und Die Drei Schröcken

Autoren
Illustrator
Pete Williamson
Übersetzer
Yvonne Hergane-Magholder
Verlag
Cecilie Dressler Verlag
Anspruch
4 von 5
Humor
5 von 5
Lesespaß
5 von 5
Schreibstil
4 von 5
Spannung
4 von 5

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Zusammenfassung zu “Billy Bibber und Die Drei Schröcken”

Billy Bibber macht seinem Namen alle Ehre: Er hat vor allem und jedem Angst. Angst vor lautem Krach, vor Haltestellen ohne Dach, vor Telefonen, Fliegen, kleinen Räumen, Killerbienen, schweren Türen und vielen anderen plausiblen und obskuren Dingen. Wenn er ein Bad nimmt, dann niemals ohne seine Ausrüstung, die ihn vor dem Ertrinken schützen soll. Außerdem müssen seine Eltern das Badewasser gründlich nach Quallen und Haien absuchen, damit Billy gefahrlos baden kann. Und selbst wenn es keine gefährlichen Tiere zu geben scheint: Vielleicht haben sie sich unsichtbar gemacht und es kann nur Billys selbst erfundener Ent-Unsichtbarmacher helfen!

Eines Tages ziehen neue Nachbarn neben den Bibbers ein: Eine Familie mit einer Tochter. Was für andere Kinder eine freudige Nachricht wäre, ist für Billy eine Hiobsbotschaft. Er ist sich sicher, dass Molly Coddle, die Tochter, gar kein Mädchen ist sondern ein Fleischfressender Alien-Weltraumzombie von Horrorien. Natürlich glaubt ihm niemand, darum ruft Billy des Nachts seine drei Freunde, die Drei Schröcken zur Hilfe: das Skelett Edgar, das Monster Herbert und das Gespenst Arthur. Zusammen machen sie sich auf die gefährliche Suche nach einem Beweis für die wahre Identität des harmlos erscheinenden Mädchens. Dafür müssen sie jedoch mitten in die Höhle des Weltraumzombies: in Mollys Zimmer, wo sie sich in höchste Gefahr begeben…

Wichtige Charaktere

  • Billy Bibber
  • Die Drei Schröcken: das Gespenst Arthur, das Skelett Edgar und Herbert das Monster
  • Billys Eltern Mr und Mrs Bibber
  • Molly Coddle
  • Mollys Eltern, Mr und Mrs Coddle

Zitate

„Billy Bibber hatte ständig Angst. Und zwar nicht nur vor wirklich Angst einflößenden Sachen, zum Beispiel, mit einem hungrigen Jaguar im Aufzug eingesperrt zu sein oder mit einem Taschentuch als Fallschirm aus einem Flugzeug absprungen zu müssen. Nein, er hatte grundsätzlich Angst vor so ziemlich allem und jedem. Billy fand immer einen Grund, vor Sachen Angst zu haben, die nicht im Geringsten Angst einflößend waren.“

Preise und Nominierungen

Blue Peter Book Award 2010 für die lustigste illustrierte Geschichte

Persönliche Bewertung

Humorvoll illustrierte und spitzfindige, wenn auch etwas absurde Gruselgeschichte

4 von 5

Den Award für die lustigste illustrierte Geschichte hat sich Guy Bass für „Billy Bibber und Die Drei Schröcken“ verdient. Die besondere Aufmachung des Buches ist ein echter Hingucker: Die Kapitel, in denen die Drei Schröcken ihren Auftritt haben, sind jeweils in weiß auf schwarzem Hintergrund gedruckt; außerdem beginnt jedes Kapitel mit aktuellen Statistiken – zum Beispiel der Wahrscheinlichkeit zu ertrinken, dass die Welt untergeht oder dass unsichtbare Mörderhaie Billy angreifen, dem Prozentsatz an Angst vor Hunden, der Zeit bis zum Schulklingeln, der aktuellen Uhrzeit und dergleichen sinnvolle oder absurde Zahlen mehr. Pete Williamsons einzigartige Illustrationen tragen das ihre zu einer Geschichte bei, die von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhält.

Dass die Geschichte durch und durch absurd ist, ist vermutlich beabsichtigt, manchmal ist es jedoch ein wenig zu viel des Guten. Neben der amüsanten Geschichte ist jedoch auch die eine oder andere tiefgründige Anspielung zu finden wie zum Beispiel eine versteckte Kritik an Eltern, die ihre Kinder nicht ernst nehmen, denn auch die absurdesten Ängste müssen einen Ursprung haben.

Die erste Hälfte des Buches ist überaus spannend, wenn sich der Leser fragt, ob sich Billys Befürchtungen bewahrheiten werden oder ob er tatsächlich nur von schrulligen Phobien verfolgt wird. In den letzten Kapiteln der Geschichte flacht die Spannung leider deutlich ab und es ist vor allem dem Humor und der Gestaltung zu verdanken, dass der Lesespaß dennoch bis zur letzten Seite erhalten bleibt.

Fazit

Ein urkomisches Buch mit einer absurd-satirischen Geschichte in einer besonderen und gelungenen Aufmachung.

Originaltitel
Dinkin Dings and the Frightening Things
ISBN10
3791527002
ISBN13
9783791527000
Dt. Erstveröffentlichung
2011
Gebundene Ausgabe
144 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 8 Jahren