Als wir eingeschneit waren

Autoren
Illustrator
Barbara Moßmann
Übersetzer
Angelika Kutsch
Verlag
Oetinger Verlag

Zusammenfassung zu “Als wir eingeschneit waren”

Die Geschichte spielt in Schweden, in einer Zeit vor vielen Jahrzehnten. Der achtjährige Timo wohnt mit seinen beiden größeren Schwestern und ihren Eltern auf einem kleinen Hof in Småland, mitten im Wald. Eines Tages im Winter gibt es einen heftigen Schneesturm. Timo und seine Schwestern schaffen es trotz des Schnees nach Hause, doch Straße schneit immer mehr zu, sodass nicht einmal mehr der Schneepflug durchkommt. Nach und nach nehmen Timos Eltern viele Vorbeifahrende auf, die mit ihren Autos im Schnee steckengeblieben sind: Erwachsene und Kinder. Darunter ist auch der kleine Junge Rune, mit dem sich Timo anfreundet. Das Haus füllt sich, überall liegen Matratzen, Menschen schlafen, wärmen sich auf und trocknen ihre Kleidung. Zum Glück sind genug Lebensmittel im Haus, sodass es für alle etwas zu essen gibt. Und dann erleben Timo und Rune noch ein kleines Abenteuer, als sie ihre Lehrerin im Schulhaus besuchen wollen, doch nur die alte Frau Bergmann antreffen. Sie machen sich auf den Weg, die Lehrerin im tiefen Schnee zu suchen…

Wichtige Charaktere

  • Timo
  • seine Schwestern Ritva und Lena
  • ihre Eltern
  • die Lehrerin und die alte Frau Bergmann
  • Rune und seine Eltern

Zitate

„Und nach einiger Zeit kamen noch mehr fremde Leute in unser Haus. Drei Autos waren in einer Schneewehe unten an der Straßenkreuzung steckengeblieben. Es waren vier Männer, zwei Frauen und sieben Kinder. In unserem Haus sah es jetzt aus wie in einem Hotel. Überall saßen oder lagen fremde Leute, schliefen und aßen und tranken. An den Öfen trockneten nasse Kleider, Mäntel, Jacken, Strümpfe. Hin und wieder musste einer von uns den Fußboden aufwischen, weil sich kleine Pfützen von geschmolzenem Schnee bildeten.“

Preise und Nominierungen

Mit Illustrationen von Ilon Wikland und in der Übersetzung von Fritz Westphal auf der Auswahlliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis 1961 in der Kategorie Kinderbuch (zur Jurybegründung)

Persönliche Bewertung

Herzerwärmende und etwas nostalgische Geschichte über Freundschaft und Hilfsbereitschaft

4 von 5

„Als wir eingeschneit waren“ ist die perfekte Geschichte für die Vorweihnachtszeit und hinterlässt bei seinen Lesern ein ähnlich warmes nostalgisches Gefühl wie Astrid Lindgrens berühmte Bullerbü-Geschichten. In Zeiten, in denen die Gewalt an der Tagesordnung scheint (und das schon lange nicht mehr nur in den Großstädten), in denen Fremden grundsätzlich misstraut wird und fast jeder nur an sich selbst denkt, wirkt eine Geschichte wie die von Hans Peterson zwangsläufig wie aus einer anderen Zeit oder Welt. Undenkbar, dass sich etwas ähnliches in unserer heutigen Zeit zuträgt! Und doch unterstreicht das Buch auf erfreulich unkitschige Weise perfekt die besonders zu Weihnachten aufkommende Sehnsucht nach Harmonie und einem friedlicheren Miteinander.

Fazit

Für Kinder ist die Geschichte wegen seiner kindgemäßen Sprache bestens geeignet zum Vorlesen oder für Erstleser. Auch die Vorstellung eingeschneit zu sein und sich durch die Schneemassen kämpfen zu müssen, dürfte einen spannenden Reiz auf Kinder ausüben.

ISBN10
3789110027
ISBN13
9783789110023
Dt. Erstveröffentlichung
1960
Gebundene Ausgabe
61 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 6 Jahren